Kredit für jede Lebenslage

Nicht jeder von uns kann mal eben so ein Auto kaufen oder defekte Elektronikgeräte ersetzen. Steht eine große Ausgabe an, dann können wir aber auf einen Ratenkredit zurückgreifen. Warum Sie keine Angst davor haben müssen und wie Sie verantwortungsbewusst damit umgehen, das verraten wir Ihnen hier.

Mit einem Ratenkredit können Sie schnell und unbürokratisch einen Kredit bei Ihrer Bank beantragen, um eine größere Anschaffung finanziell stemmen zu können. Die Laufzeit eines solchen Kredits beträgt in der Regel zwischen 84 und 120 Monate und beträgt üblicherweise zwischen 1.000 und 75.000 Euro. Die Rückzahlung erfolgt in gleichbleibend hohen Teilzahlungen, die zeitlich genau festgelegt sind.

Dafür lohnt sich ein Ratenkredit

Wenn Sie auf einen Ratenkredit zurückgreifen, dann geben Sie heute aus, was Sie erst morgen verdienen werden. Mit anderen Worten: Mit einer Kreditaufnahme bauen Sie Schulden auf. Das sollten Sie zwar immer im Hinterkopf halten, aber es soll Sie nicht davon abschrecken, einen Ratenkredit aufzunehmen.

Einen Ratenkredit brauchen Sie auch nur dann, wenn es anders nicht geht. Sinnvoll nutzen können Sie diesen etwa für eine Umschuldung. Haben Sie etwa bereits irgendwo einen Kredit aufgenommen und finden nun aber einen Kredit mit attraktiveren Konditionen, dann können Sie den Ratenkredit mit einem neuen Kredit umschulden. Dafür müssen Sie zunächst aber ein bisschen rechnen, ob sich die Umschuldung auch tatsächlich lohnt. Je höher die Restschuld und die verbliebene Laufzeit, desto größer kann das Sparpotential sein.

Eine andere sinnvolle Ausgabe, für die Sie einen Ratenkredit nutzen können, ist die Finanzierung eines Autos. Nehmen wir an, Sie leben in Finnentrop und haben bisher in Attendorn gearbeitet, genauso wie Ihr Ehepartner. Nun haben Sie aber eine neue Stelle in Lennestadt angenommen, weshalb ein neues Auto her muss. In so einem Fall lohnt es sich, dafür einen Kredit bei Ihrer Bank aufzunehmen.

Anhand dieser Beispiele sehen Sie, dass ein Ratenkredit für mittel- bis langfristige Finanzierungen durchaus sinnvoll ist. Ein Ratenkredit macht auch dann Sinn, wenn Sie ihn für Anschaffungen nutzen, die einen gewissen Wert haben und die Sie im Notfall auch wieder veräußern können. Ihnen steht es aber natürlich frei, für alles Mögliche einen Kredit aufzunehmen. Doch einen Kredit für den Urlaub oder für eine Hochzeit sollte dennoch sorgsam hinterfragt werden.

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Die Vorteile des Ratenkredits

Ein Ratenkredit ist berechenbar, was auch der größte Vorteil ist. Sie wissen von Anfang an, wie hoch die finanzielle Belastung ist und Sie kennen die Rate, die Sie begleichen müssen. Es kommen auch keine zusätzlichen Kosten dazu, da in der Rate auch schon die Kosten der Zinsen und Gebühren enthalten sind.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie einen Ratenkredit unkompliziert bekommen. Es wird lediglich Ihre Bonität geprüft. Damit überprüft Ihr Kreditgeber, ob Sie in der Lage sind, den Kredit auch wieder zurückzuzahlen. Hierbei wird Ihr Einkommen angeschaut, wie sicher Ihr Job ist, die SCHUFA-Auskunft eingeholt oder ob Sie sonstiges Vermögen haben, etwa eine Immobilie. Je besser Ihre Bonität, desto geringer sind die Zinsen. Kleinere Beträge bekommen Sie noch unkomplizierter und manche Händler bieten bereits eine 0-Prozent-Finanzierung an.

So funktioniert der Ratenkredit

Angenommen, Sie haben sich entschlossen einen Ratenkredit für den Kauf eines Autos in Anspruch zu nehmen. Sie haben die notwendigen Dokumente (gültiger Personalausweis und die letzten drei Gehaltsabrechnungen bzw. Ihren letzten Rentenbescheid) beisammen und nun müssen Sie überlegen: Wie hoch soll der Kredit sein und welche Laufzeit möchte ich?

Die Laufzeit ist entscheidend

Insbesondere die Laufzeit ist wichtig, da sie die Zinsen beeinflusst und somit wie teuer der Kredit wird: Je kürzer die Laufzeit, desto geringer der effektive Jahreszins und günstiger der Kredit und umgekehrt. Bei Ratenkrediten mit einer kurzen Laufzeit von bis zu 50 Monaten spielt der Jahreszins kaum eine Rolle. Erst bei Krediten mit einer langen Laufzeit wird es spürbar teurer.

Gleichzeitig müssen Sie bedenken, dass eine kurze Laufzeit meistens mit hohen Rückzahlungsraten einhergeht. In anderen Worten: Eine kurze Laufzeit müssen Sie sich leisten können, damit das Haushaltsbudget nicht zu stark belastet wird.

Am besten ist es, wenn Sie die Länge der Laufzeit anhand der idealen Höhe der monatlichen Rückzahlungsrate ermitteln. Dafür stellen Sie die Einnahmen den Ausgaben gegenüber und ermitteln so Ihren finanziellen Spielraum. Planen Sie dabei einen kleinen Sicherheitspuffer ein, damit unvorhergesehene Ausgaben Sie nicht überfordern.

Nahaufnahme einer Person am Schreibtisch, die eine leutenden Glühbirne in die Kamera hält. Neben der Glühbirne stehen fünf unterschiedlich hohe Münzstapel.
Umgang mit dem Ratenkredit

An dieser Stelle wollen wir nochmal gesondert auf den verantwortungsvollen Umgang mit Ratenkrediten eingehen. Wir haben es zwar schon erwähnt, aber wir wollen es nochmals unterstreichen: Wenn Sie einen Kredit aufnehmen, machen Sie Schulden. Wenn Sie in sicheres Einkommen haben ist das alles kein Problem.

Sie sollten es aber vermeiden zu viele Kredite gleichzeitig aufzunehmen. Gerade bei Ratenkrediten mit langen Laufzeiten und somit geringen monatlichen Raten besteht die Gefahr, dass Sie den Überblick verlieren und Sie Schulden anhäufen.

Kredit nicht zurückzahlen: Was nun?

Noch brenzliger wird es, wenn ungeahnte Probleme auftreten, etwa wenn Sie Ihren Job verlieren oder aus anderen Gründen den Kredit bzw. die Kredite nicht mehr begleichen können. Versäumen Sie eine Ratenzahlung erhalten Sie insgesamt drei Mahnungen, inklusive Gebühren und Zinsen. Wenn Sie dann immer noch nicht zahlen können, drohen die Kündigung des Kredits und ein negativer SCHUFA-Eintrag.

Mit der Kündigung wird die sofortige Rückzahlung des Darlehens inklusive der ausständigen Zinsen fällig. Hierbei wird entweder ein Teils Ihres Gehalts von der Bank eingezogen oder ein Vollstreckungsbescheid beantragt, gefolgt von einem Pfändungs- und Überweisungsbeschluss.

Kündigung unbedingt vermeiden

Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten Sie präventiv handeln. Am besten bereits bevor das erste Mahnschreiben kommt. Sobald Sie bspw. wissen, dass Ihr Arbeitsvertrag nicht verlängert wird oder Ihnen gekündigt wird, sollten Sie Ihre Bank bzw. Ihren Kreditgeber darüber informieren. Denn es besteht die Möglichkeit entweder die Raten zu senken (auf Kosten einer längeren Laufzeit und damit höheren Zinsen) oder um eine Stundung der Ratenzahlung zu bitten.

Bei einer Stundung wird für einen gewissen Zeitraum eine Ratenpause vereinbart. In dieser Zeit müssen Sie also keine Raten bezahlen. Direkte Kosten fallen dabei keine an. Da es sich aber faktisch um eine Verlängerung der Laufzeit handelt steigen auch die Zinsen. Somit wird der Kredit auch teurer.

Keine Angst vor dem Ratenkredit

Wenn Sie verantwortungsvoll mit diesem Finanzierungsinstrument umgehen, dann müssen Sie sich nicht vor dem Ratenkredit fürchten. Er hilft Ihnen vielmehr, notwendige Finanzierungen, etwa der Anschaffung neuer Möbel, zeitnah tätigen zu können. Allerdings ist es wichtig, dass Sie sich nicht übernehmen. Gerade lange Laufzeiten mit geringen Monatsraten verlocken dazu, weitere Kredite aufzunehmen. Dabei wächst die Gefahr, dass Sie den Überblick verlieren und Sie sich die Raten irgendwann einmal nicht mehr leisten können. Aber mit der richtigen Organisation und einem Plan stemmen Sie den Kredit mit links. Und können schon bald in Ihrem neuen Auto das Umland von Bigge-Lenne erkunden.