Ein rosa Sparschwein aus Knete vor einem weißen Hintergrund
Das ist Investmentsparen

Ein Blick ins Sparkonto zeigt es: Nichts los, da die Zinsen seit Jahren bei null Prozent liegen. Wäre das Sparkonto ein Kleiderschrank, dann würden in dem Moment wohl die Motten herausfliegen. Aber so muss es nicht sein. Denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihr Geld sinnvoller ansparen können. Eine dieser Möglichkeiten ist das Investmentsparen.

Beim Investmentsparen handelt es sich um eine Möglichkeit, mit der Kleinanleger ein Teil ihres Geldes investieren können. Anleger können entweder in Wertpapiere oder auch in Immobilien investieren. Das Investmentsparen ist deshalb so attraktiv, da Sie keine großen Summen dafür verwenden müssen – eine gewisse Sicherheit ist somit von Anfang an gegeben.

Investmentsparen: Wie oft und in was?

Je nachdem was Sie für besser halten, stehen Ihnen zwei Optionen offen: Entweder Sie erwerben einmalig Fondsanteile oder aber Sie sparen regelmäßig mit einem Sparplan in einen Fonds ein. Eine Mindesteinlage ist dafür nicht möglich und auch die Laufzeit ist variabel. Wenn Sie beispielsweise monatlich einzahlen, können Sie auch die Höhe der Geldeinlage ändern.

Praktisch beim Investmentsparen ist, dass Sie eigentlich nichts dafür tun müssen. Es handelt sich hierbei um eine Art Vermögensverwaltung. Denn die Auswahl der Wertpapiere sowie deren Kauf und Verkauf übernehmen nicht Sie, sondern ein Fondsmanager.

Das einzige, das Sie vorab machen müssen ist ein Wertpapierdepot zu eröffnen. Hierbei handelt es sich um ein Konto, über das die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte geregelt wird. Dafür wird eine Depotgebühr verlangt. Wie hoch diese ist, hängt aber von der jeweiligen Bank ab.

Ein gewisses Risiko gibt es immer. Mittlerweile gibt es jedoch für jede individuelle Risikobereitschaft den passenden Fodnds: Immobilien- oder Rentenfonds beispielsweise sind eher konservative Fonds mit geringer Volatiliät, also Wertschwankung, und geringem Risiko. Ein höheres Risiko, allerdings auch höhere Ertragschancen, haben Sie etwa mit Kurs- und Währungsgewinnen. Am Ende entscheiden Sie, wie risikofreudig Sie sind und in welche Fonds Sie investieren möchten.

Eine Person in einem weißen T-Shirt sitzt vor einem Laptop und sieht sich darin Kursschwankungen an

In dieser Folge spricht Frank Segref mit Daniel Rüther, Nicole Kappen und Vanessa Münker unter anderem darüber, was das monatliche Investmentsparen ist, ob es sich lohnt und ob es dafür auch staatliche Förderungen gibt.

Die Vorteile beim Investmentsparen

So, nachdem nun erklärt wurde, wie Investmentsparen funktioniert, widmen wir uns dem eigentlichen Thema, nämlich den Vorteilen des monatlichen Investmentsparens.

Beim Investmentsparen können Sie zwei Effekte für sich nutzen: Den Zinseszinseffekt und den Cost-Average-Effekt. Wenn der Spruch „Zeit ist Geld“ irgendwo passt, dann beim Zinseszinseffekt. Denn je früher Sie mit dem Investmentsparen starten, je höher Ihre Einlage ist und je länger Sie in Investmentfonds sparen, desto deutlicher lässt sich der Zinseszinseffekt beobachten. Sie lassen hier die Zeit für sich arbeiten.

Beim Cost-Average-Effekt beziehungsweise dem Durchschnittskosteneffekt können Sie die Rendite Ihrer regelmäßigen Einzahlungen in einen Sparplan erhöhen. Hierbei werden bei fallenden Kursen mehr Anteile erworben, während bei steigenden Kursen weniger erworben werden. Über einen längeren Zeitraum hinweg zahlen Sie so einen günstigeren Durchschnittspreis für Ihre Anteile.

Gleichzeitig reduzieren Sie beim monatlichen Investmentsparen das Risiko von Fehlinvestitionen. Warum das? Eben da monatlich in viele verschiedene Wertpapiere investiert wird, ist der Fonds, in den Sie investieren, weniger anfällig für Kursschwankungen. Bricht so beispielsweise der Kurs eines Wertpapieres ein, kann dieser von den anderen Wertpapieren aufgefangen werden bzw. dieser wirkt sich nicht so stark auf die Rendite aus.

Der Faktor Zeit wurde schon einige Male unterstrichen. Es dürfte also klar sein, dass dieser besonders wichtig ist. Denn wenn Sie eine längere Anlagestrategie verfolgen, steigen auch Ihre Renditechancen.

Ein weißes Sparschwein steht hinter vier unterschiedlich großen Münzstapeln, auf denen ein grüner Pflanzentrieb wächst
Eine Person in einem gelben Pullover wirft eine Münze in ein weißes Sparschwein, das auf einem Tisch steht
Monatliches Investmentsparen rentiert sich

Ganz klar, ein gewisses Risiko besteht immer. Aber wenn das Geld für Sie arbeiten soll und Sie etwas zusammensparen wollen, dann ist das monatliche Investmentsparen eine verhältnismäßig sichere Sache. Wenn Sie eine lange Laufzeit wählen und regelmäßig einzahlen, werden Sie am Ende ein schönes Sümmchen erspart haben. Denn je länger Sie in Investmentfonds investieren, desto höher die Renditechancen. Und da Sie dafür auch schon geringe Beträge nutzen können, ist das Risiko von Beginn an eher gering.

Zur Werkzeugleiste springen