Slide Haus kaufen: So viel Haus
können Sie sich leisten!
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Wohntraum realisieren

Der Wunsch von den eigenen vier Wänden – wer hat ihn nicht? Aber einige werfen die Flinte zu schnell ins Korn mit der Begründung, dass sie sich das Eigenheim ohnehin nicht leisten können. Mithilfe von Förderungen kommen Sie aber Ihren Wohnträumen näher. Wir sagen Ihnen, welche Förderungen es gibt und wie viel Haus Sie sich leisten können.

Wenn Sie sich darüber Gedanken machen ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, werden sie über kurz oder lang über einen der vielen Budgetrechner im Internet stolpern. In diesen geben Sie das monatliche Nettohaushaltseinkommen ein, die Anzahl der Kinder, die monatlichen Ausgaben ohne Miete sowie Ihr Eigenkapital an. Und, Abrakadabra, wird Ihnen angezeigt, wie viel Haus sie sich leisten können bzw. wie hoch ein mögliches Darlehen der Bank sein kann.

Mehr Eigenkapital, weniger Zinsen

Als Faustregel bei der Hausfinanzierung gilt: Je mehr Eigenkapital Sie haben, desto niedriger ist der Zinssatz des Darlehens. Es ist zwar grundsätzlich möglich auch ohne Eigenkapital ein Darlehen zu bekommen – vor allem jüngere Eigentumsträumer verfügen oft über wenig bis kein Eigenkapital. Aber ganz allgemein sollten zwischen 20 und 30 Prozent der Finanzierungskosten durch das Eigenkapital gedeckt sein.

Mit den höheren Zinsen will sich die Bank absichern: Denn je geringer Ihr Eigenkapital ist, desto höher ist das Risiko der Bank. Deshalb steigen mit der Höhe des Darlehens auch die Zinsen. Die Stiftung Warentest hat dies 2019 anhand einer fiktiven Familie, die eine Wohnung kauft, durchgerechnet: Im ersten Fall nimmt sie ein Darlehen über 160.000 Euro auf, im zweiten Fall über 165.000 Euro. Nach 15 Jahren würde die Familie im zweiten Fall fast 6.000 Euro mehr Zinsen zahlen als im ersten Fall. Sie sehen also, dass schon ein relativ kleiner Unterschied teuer werden kann.

Sie sollten sich außerdem über die maximale Höhe der Monatsraten Gedanken machen. Im besten Falle sollten die Raten nicht mehr als 35 Prozent des monatlichen Nettohaushaltseinkommens betragen. Damit vergewissern Sie sich, dass auch spontane oder unerwartete Anschaffungen oder Reparaturen, etwa wenn die Waschmaschine kaputt geht, problemlos finanziert werden können.

In unserem Podcast spricht Frank Segref mit unseren Baufinanzexperten Markus Rickert, Frauke Marks und Michael Scheffer darüber, wie Sie sich den Traum Ihres Eigenheims verwirklichen.
In unserem Podcast spricht Frank Segref mit unseren Baufinanzexperten Markus Rickert, Frauke Marks und Michael Scheffer darüber, wie Sie sich den Traum Ihres Eigenheims verwirklichen.
Nebenkosten beim Immobilienkauf

Die Nebenkosten bei Ihrem Immobilienkauf sollten Sie nicht unterschätzen. Denn die Notar- und Grundbuchkosten, Maklergebühren und Grunderwerbsteuer machen bis zu 15 Prozent des Kaufpreises aus. In Nordrhein-Westfalen sind es durchschnittlich rund 12 Prozent. Im europäischen Vergleich ist Deutschland damit eine Spitzenposition sicher, was insbesondere an der Grunderwerbsteuer liegt, die auch mehr als die Hälfte der Nebenkosten ausmachen kann.

Ein Makler ist keine Pflicht, allerdings können sich die Kosten dafür für Sie auszahlen. Wenn Sie beispielsweise in eine neue Gegend ziehen, können Sie von den Marktkenntnissen des Maklers profitieren. Möglicherweise hat er die passende Immobilie für Sie auch schon in seinem Portfolio, womit die Wartezeit aufs Eigenheim reduziert wird.

Ansonsten übernimmt der Makler alle anfallenden Aufgaben für Sie: Von der Suche nach geeigneten Objekten, über die Zusammenstellung aller notwendigen Unterlagen bis hin zur Kontrolle der Aussagen im Exposé der Immobilie. Seit Dezember 2020 werden außerdem die Maklergebühren 50:50 zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt.

Traumverwirklichung mit Förderungen

Das eigene Wohnglück können Sie auch finden, wenn Sie keinen reichen Großonkel in den USA haben, der Ihnen etwas vererbt. Denn dank staatlicher Förderungen wird Ihnen bei der Wohneigentumsrealisierung unter die Arme gegriffen. Mehrere Fördermöglichkeiten stehen Ihnen dafür zur Auswahl, die Sie auch alle gleichzeitig nutzen können.

KfW-Förderungen für Ihr Eigenheim

Bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) können Sie gleich mehrere Förderungen beantragen. Da wäre zum einen der Kredit KFW-Wohneigentumsprogramm. Gefördert wird damit u. a. der Immobilienkauf mit bis zu 100.000 Euro und einem effektivem Jahreszins von 0,84 Prozent.

Zum anderen können Sie auch Baukindergeld beantragen. Hierfür erhalten Sie pro Kind einen Zuschuss von 12.000 Euro, der auf zehn Jahre verteilt ausgezahlt wird. Als Grenze hierfür gilt ein Haushaltseinkommen von maximal 90.000 Euro bei einem Kind. Für jedes zusätzliche Kind erhöht sich die Grenze um 15.000 Euro.

Sie können es sich ja leisten!

Der Traum vom Eigenheim muss kein Wunsch bleiben. Mit genug Eigenkapital können Sie den Zinssatz für das Bankdarlehen drücken und somit Kosten sparen. Sie sollten sich deshalb vorher gut überlegen, ob sie evtl. noch etwas mit dem Hauskauf warten wollen, um so mehr Eigenkapital zusammenzubekommen. Daneben können Sie mit den passenden Förderungen zusätzlich sparen, damit Sie am Ende des Tages nicht die weggeworfene Flinte suchen müssen, weil Sie zu vorschnell Ihren Traum aufgegeben haben.

Staatliche Sparförderungen für den Immobilienkauf

Wenn Sie noch nicht sofort eine Immobilie kaufen wollen, dies aber auf absehbare Zeit vor haben, dann können Sie in den Genuss der Wohnungsbauprämie kommen. Hierfür müssen Sie zunächst einen Bausparvertrag abschließen. Der Bund fördert dies mit 70 Euro im Jahr bei einer maximalen Sparleistung von 700 Euro. Wenn Sie zusammen mit Ihrem Ehepartner die Wohnungsbauprämie beantragen, verdoppelt sich die Sparleistung. Die Einkommensgrenze liegt im ersten Fall bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 35.000 Euro bzw. bei Verheiraten von 70.000 Euro.

Eine weitere staatliche Sparförderung ist die Arbeitnehmersparzulage – aber nur wenn Sie weniger als 17.900 Euro im Jahr verdienen bzw. zusammen mit Ihrem Ehepartner nicht mehr als 35.800 Euro verdienen. Diese ist ein Zuschuss des Staates für die vermögenswirksame Leistung, die Ihr Arbeitgeber freiwillig für Sie anlegt. Die Arbeitnehmersparzulage können Sie für das Bausparen nutzen. Die staatliche Sparzulage beträgt dafür neun Prozent bei einem geförderten Höchstbetrag von 470 Euro bzw. 940 Euro wenn Sie verheiratet sind. Die maximale Sparzulage beträgt somit 43 bzw. 86 Euro.

Mit der Wohn-Riester wird auch das Sparen fürs Eigenheim mittels Bausparvertrag gefördert. Mit der Wohn-Riester erhalten Sie eine jährliche Grundzulage von 175 Euro bzw. 350 Euro wenn Sie verheiratet sind, eine jährliche Kinderzulage von 300 Euro pro Kind (bzw. 185 Euro pro Kind, das vor 2008 geboren ist) sowie einen einmaligen Bonus über 200 Euro für noch nicht 25-jährige Berufseinsteiger.

Michael Scheffer Michael Scheffer michael.scheffer@voba-bigge-lenne.de Michael Oberstadt Michael Oberstadt michael.oberstadt@voba-bigge-lenne.de Julia Fresen Julia Fresen julia.fresen@voba-bigge-lenne.de Johannes Joschko Johannes Joschko johannes.joschko@voba-bigge-lenne.de Andre Baumhoff Andre Baumhoff andre.baumhoff@voba-bigge-lenne.de